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sprachsensible Unterrichtsmaterialien in Leichter Sprache













Die Merkmale der Leichten Sprache 

Leichte Sprache hat "geschriebene Informationen so aufzubereiten, dass sie auch von Leser(inne)n mit geringer Leseerfahrung und/oder Beeinträchtigungen, die das Lesen erschweren (. . .), selbständig rezipiert werden kann" (Bredel & Maaß, 2016a, S. 514).
Bredel & Maaß (2016a) unterscheiden zwischen Kernfunktionen und Leitprinzipien der Leichten Sprache.


Kernfunktionen der Leichten Sprache 

Um der Kernfunktion der Verständlichkeit gerecht zu werden, orientiert sich die Leichte Sprache an der gesprochenen Sprache. Auf diese Weise soll der Spracherfahrung der Adressaten Rechnung getragen werden.

Die Kernfunktion der Perzipierbarkeit (Wahrnehmbarkeit) nimmt die Typografie in den Fokus, um einer eher geringen Erfahrung der Adressaten mit der Schriftsprache und möglichen Beeinträchtigungen bei Wahrnehmung sowie Kognition entgegentreten zu können.


Leitprinzipien der Leichten Sprache

Gemäß des Leitprinzips der Proximität (Nähe) wird der Leichten Sprache eine "Orientierung am unmittelbaren Ich-Hier-Jetzt des Lesers" (Bredel & Maaß, 2016a, S. 517) zugrunde gelegt. Sprachliche Strukturen, die der gesprochenen Sprache nahe stehen, werden deshalb bevorzugt eingesetzt.

Das Leitprinzip der Explizitheit (Ausdrücklichkeit) macht es notwendig, alle impliziten Strukturen in explizite Strukturen zu überführen. Die Ursachen hierfür liegen einerseits in einem eher geringen Welt- und Sprachwissen der Adressaten begründet. Andererseits bedingt bei schriftsprachlich fixierten Informationen die zerdehnte Kommunikationssituation (Autor und Adressat sind räumlich und zeitlich voneinander getrennt) Anpassungen an Ausgangstexten.

Wegen des Leitprinzips der Kontinuität (Beständigkeit) sollen für eingeführte Konzepte stets die gleichen Wörter verwendet werden.







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